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11.09.2010
Wurzelbehandlung
Die Endodontie befasst sich mit Erkrankungen, die im Innern des Zahns verlaufen. Ein oft anzutreffendes Krankheitsbild im Bereich der Endodontie ist die Wurzelentzündung. Unbehandelte Infektionen, wie beispielsweise Karies oder andere bakterielle Infekte, führen auf lange Sicht zu einer solchen Wurzelentzündung, wenn sie über ein Loch im Zahn in den Wurzelkanal und von dort aus bis zur Wurzel vordringen.
Eine Wurzelentzündung macht sich zunächst durch eine ausgeprägte Empfindlichkeit der Zähne bei heißen und kalten Einflüssen bemerkbar. Unter Umständen kommt noch starker Zahnschmerz dazu, oft auch ausstrahlend. Es ist auch ein schmerzloser Verlauf ohne subjektive Beschwerden möglich. Allerdings kann eine Wurzelentzündung gerade dadurch erst sehr spät auffallen, was weitreichende Folgen haben kann.
Zum einen werden in der Zahnwurzel Strukturen zerstört, die für den Zahn und seinen Stoffwechsel überlebenswichtig sind. Die Rede ist vom Wurzelkanal und seinen feinsten Abzweigungen, die das Zahnmark (die Pulpa) beherbergen. Stirbt die Pulpa (sie umfasst alle Nerven und die Blutversorgung) infolge einer Infektion ab, so stirbt mit ihr der ganze Zahn, da die Zahnsubstanz nicht mehr versorgt wird. Zum anderen umfasst eine solche Entzündung mit der Zeit das benachbarte Knochengewebe, wodurch die umliegenden Zähne ihres Halts beraubt werden - das Zahnbett schwindet! Die Folgen einer Wurzelentzündung lassen sich umso besser vermeiden, je eher eine Behandlung vorgenommen wird.
Wurzelbehandlung mit der Depotphorese
Die Wurzelbehandlung umfasst zwei wesentliche Schritte: Zuerst werden alle Bakterien beseitigt und entzündete Bereiche der Zahnwurzel behandelt und abgetragen. Im zweiten Schritt, sobald der Wurzelkanal entzündungsfrei ist, wird dieser mit sterilem und gut verträglichem Material aufgefüllt. Dadurch wird eine Neuinfektion verhindert.
Wurden Wurzelbehandlungen noch bis vor einigen Jahren rein mechanisch vorgenommen, so ist in jüngerer Zeit eine minimalinvasive Behandlungsmethode dazugekommen - die Depotphorese. Bei diesem innovativen Ansatz der biologischen Zahnheilkunde wird das hochwirksame Wirkstoff Cupral mittels schwacher elektrischer Impulse in den Wurzelkanal eingebracht. Dabei wird dieses Sterilmaterial derart fein verteilt, dass selbst die kleinsten Fortsätze und Verzweigungen des Wurzelkanals vollständig gefüllt und sterilisiert werden. Durch Sterilität des gesamten Kanalsystems sind Neuinfektionen weitgehend ausgeschlossen und die Zahnwurzel erhält ihre volle Stabilität in vielen Fällen zurück.
Ihre Vorteile mit der Depotphorese
- Depotphorese ist zuverlässig
- Sowohl was das effektive Versiegeln der geschwächten Zahnwurzel als auch was die minimale Wahrscheinlichkeit einer Neuinfektion anbelangt, erzielt die Depotphorese gute Resultate.
- Depotphorese ist schonend
- Eine Depotphorese läuft minimalinvasiv ab und Komplikationen können nahezu ausgeschlossen werden. Das spart Zeit und schont das intakte Zahngewebe - was sich wiederum in besseren Resultaten niederschlägt. Wundern werden Sie sich allenfalls über den kaum wahrnehmbaren Strom, der ausschließlich in der Mundhöhle fließt.
- Depotphorese braucht nur wenig Zeit
- In zwei bis drei Sitzungen werden die Arbeitsschritte an der Zahnwurzel selbst binnen von Minuten erledigt. Die Sitzungen werden in einem Intervall von 8 bis 14 Tagen realisiert.
- Depotphorese ist eine günstige Behandlungsalternative
- Geht erst einmal ein Zahn verloren, werden Rekonstruktionen fällig. Wenn auch noch das Zahnbett entsprechend degeneriert ist, kann Zahnersatz teuer werden. Die Wurzelbehandlung mit der Depotphorese spart somit selbst in schwierigen Fällen der Zahnsituation noch Geld, da der natürliche Zahn, auch bei schweren Entzündungen, oft noch gerettet werden kann.
- Depotphorese ist eine Alternative zur Operation
- Die klassische Methode der Wurzelbehandlung – eine Operation. Im Vergleich zum operativen Eingriff stellt Depotphorese eine minimal-invasive Methode der Wurzelbehandlung dar und ist für Patienten mit deutlich weniger Belastungen verbunden. Dabei erreicht sie eine höhere Sterilität des Wurzelkanals und des angrenzenden Wurzeldentins.
Kosten
Da die Kosten für eine Wurzelbehandlung mit Depotphorese von den Krankenkassen in der Regel nicht übernommen werden, muss diese Behandlung privat finanziert werden. Wir informieren Sie in Ihrem Fall selbstverständlich über die Kosten.
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